Das Heißluftverfahren

-eine physikalische Alternative

 

Insektenbefall

Seit über 40 Jahren wird das Heißluftverfahren ( Thermischer Holzschutz) erfolgreich zur Bekämpfung von Hausbock und Anobien (u.a. Schadinsekten) in verbautem Holz angewendet. Dieses Verfahren entspricht DIN 68 800/4 Bekämpfender Holzschutz im Hochbau und es ist durch das Deutsche Institut für Bautechnik geprüft und zugelassen. Außerdem wurde diesem umweltfreundlichen Verfahren das Prädikat der „Blaue Engel“ für die schadstoffarme Schädlingsbekämpfung nach RAL UZ 57 verliehen.

Die Holzschadinsekten Hausbock (Hylotrupes bajulus) und Gemeiner Nagekäfer (Anobium Punctatum de Geer) und Splintholzkäfer (lyctus spp.) sind als die häufigsten und gefährlichsten in unseren Breiten zu benennen. Bedingt durch ihre Lebensweise richten sie die meisten Schäden an Holzkonstruktionen an.

Ein Hausbockweibchen kann zum Beispiel bis zu 400 Eier legen. Die sich entwickelnden Larven (20 – 30 mm Länge) können bis zu 12 Jahren im Holz leben und nagen, ehe sie sich zum Vollinsekt entwickeln. Der Hunger der Tiere ist groß. So zernagt eine Larve am Tag ca. ihr Körpervolumen im Holz. Der Schaden bleibt lange Zeit verborgen, da immer eine papierdünne Schicht der Holzoberfläche stehenbleibt und somit eine intakte Holzkonstruktion vorgetäuscht wird. Ähnlich zerstörerisch wirkt der Gemeine Nagekäfer und Splintholzkäfer und deren Verwandte, wobei diese auch teilweise das Kernholz auf der Speisekarte zu stehen haben.

Mit gewachsenem Umweltbewustsein stellt sich den Bauherren, Planern und interessierten Bürgern die Frage nach Alternativen zum klassischen Chemischen Holzschutz bei der Bekämpfung und Vorsorge. Während der ca. 5 – 12stündigen Durchführung wird mit speziellen Hochleistungs-Heißluftmaschinen bei ca. 80 – 120 Grad Celsius Raumtemperatur das Holz bis in den Kern auf mindestens 55°C erwärmt (Bei 54°C gerinnt das Eiweiß der Insekten). Die Abtötungszeit für die Insekten beträgt lediglich 17 Minuten.

Wir heizen mindestens 60 Minuten weiter.

Durch Meßstellen im Kernholz wird die Durchführung überwacht und  in ein Meßprotokoll eingetragen. Nach der Behandlung ist lediglich ein Oberflächenschutz gegen Neubefall erforderlich; mit Borsalz (fledermausfreundlich, ohne Lösemittel, kein Ausgasen, da wassergelöst).


Das Heißluftverfahren ist eine vernünftige und sichere Methode gegen tierische Holzschädlinge in Dachstühlen mit vielen Vorteilen:

wirkstoffreie Abtötung des aktiven Befalls bis in den Holzkern

  • Sauber und sicher in der Ausführung
  • Substanzschonend (Denkmalschutz)
  • ideal auch für landwirtschaftliche Lebensmittelbetriebe
  • Billiger als abzuwarten ... (Werterhaltung)
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